Im letzten Moment

Eine Frau öffnete ihr Herz für Jesus und fand durch den Glauben an ihn Frieden mit Gott. Ihr großer Wunsch war es, dass auch ihr Bruder eine persönliche Beziehung zu Jesus finden möge. Darum erzählte sie ihm immer wieder von ihrem großen Glück. Leider erntete sie dafür nur Ablehnung und Spott: Er wolle damit nichts zu tun haben und sie solle ihn doch mit dem frommen Gerede verschonen. So konnte sie nichts anderes tun, als für ihren Bruder zu beten. Dann wurde der Mann schwer krank. Man diagnostizierte einen Kehlkopfkrebs im letzten Stadium.

Die Schwester kümmerte sich rührend um ihren Bruder und versuchte immer wieder mal, ein gutes Wort von Gott an seinem Krankenbett zu sagen oder mit ihm zu beten. Doch alle Versuche waren umsonst. Sein Herz blieb hart und abweisend. Eines Tages kam eine Freundin der Schwester zu Besuch. Sie las dem Kranken den Text der Karte „Heimkommen“ vor und fragte ihn, ob er sich wirklich nicht zu Gott hinwenden möchte. „Ich kann nicht beten!“, war seine kurze Antwort. Worauf die Frau vorschlug, ihm das Gebet vorzulesen, das in der Karte abgedruckt war. Wenn es seinem Wunsch entspräche, könne er das mit einem „Amen“ zum Ausdruck bringen. Als sie das Gebet vorlas, nickte der Mann bei jedem Satz und sagte am Schluss „Amen!“ Am nächsten Tag, als seine Schwester zu Besuch kam, strahlte er, deutete auf das Kreuz, das im Krankenzimmer an der Wand hing, und sagte: „Das ist das Wichtigste und einzig Notwendige!“

Einige Tage später starb er und hatte dabei die Karte „Heimkommen“ in der Hand. So haben sie ihn dann auch in den Sarg gelegt, mit der Karte in seinen gefalteten Händen. Der Pfarrer, der ihn beerdigte, sagte während der Traueransprache: „Hier beerdigen wir einen Menschen, der sich sein Leben lang nicht an Gott und der Kirche orientiert hat und schließlich doch noch heimgekommen ist.“ Seitdem wird in diesem Ort bei jeder Beerdigung die Karte „Heimkommen“ verteilt.

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