Herzlich willkommen
in der "Weihnachtswelt" der Stiftung Marburger Medien

Lassen Sie sich beschenken durch schöne Geschichten, weihnachtliche Verse, inspirierende Texte und kleine Impulse. Für den gemütlichen Nachmittag am Kamin, den langen Adventsabend oder die ruhige Minute zwischendurch. Allein, zu zweit, mit der Familie oder in größerer Runde.

Entdecken Sie bewegende Ereignisse, die sich an Weihnachten ereignet haben, winzig kleine Wichtigkeiten, die das Fest zum Fest machen und Erfahrungen, die das Leben – vielleicht auch Ihr Leben – verändern können.

Gedanken & Gedichte

So wird das Fest zum Fest

Das Motiv hinter Weihnachten:
„So sehr hat Gott die Welt geliebt,“

Das Ereignis hinter Weihnachten:
„dass er seinen eingeborenen Sohn gab,“

Das Wunder hinter Weihnachten:
„auf das alle, die an ihn glauben,
nicht verloren gehen,
sondern das ewige Leben haben.“

Die Bibel: nach Johannes 3,16

Was uns an Weihnachten geschenkt wird

Licht, das jede Dunkelheit erleuchten kann.
Trost, der unser Herz berührt.
Freude, die mit nichts zu vergleichen ist.
Hoffnung, die sich nie erschöpft.
Leben, das bis in die Ewigkeit reicht.
Liebe, die unser Leben wertvoll macht.
Erbarmen, das an jedem Morgen neu ist.
Vergebung, die unsere Seele heilt.

Jesus, ein Freund, der uns liebt
und immer bei uns ist.

Sternstunden

Es gibt sie noch, die besonderen Momente,
die unser Leben bereichern und verändern.
Wir können sie zwar nicht planen, aber wer in diesen
Wochen mit Erwartungen und wachen Sinnen lebt,
auf den wartet vielleicht tatsächlich die eine oder andere
Sternstunde im Advent.
Nicht zuletzt deshalb, weil Gott uns durch Jesus Christus
auch heute noch beschenken und segnen möchte.
Er ist der Lebendige, der weiß, wie es uns geht, und uns liebt.
Immer nur ein Gebet weit entfernt,
bringt er schon jetzt ein Stück Himmel auf die Erde
und will uns ewiges Leben schenken. Es lohnt sich,
ihm dafür das Herz zu öffnen.

B. Matzel

Aller Welt wird offenbart:
Der Tag des Herrn ist da.
In Jesus Christus, seinem Sohn,
kommt Gott uns Menschen nah.

Ein Stern geht auf

Der Stern von Bethlehem leuchtet
auch für dich.
Er macht dein Leben hell.

Das Wunder der Heiligen Nacht geschah
auch für dich.
Es lässt dich in Gottes Herz schauen.

Das Licht aus der Ewigkeit scheint
auch für dich.
Es kann deine Dunkelheit erhellen.

Das Geschenk des Himmels gilt
auch für dich.
Es macht dein Leben reich.

Jesus Christus – sein Herz schlägt
auch für dich.
Er will dein Heiland und Retter sein.

B. Matzel

Geschichten zum Anhören

Das Wunder der Liebe

Warum Weihnachten das Fest der Liebe ist:
Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel und die Geschichte „Die Uhr“.

Sprecher: P. Schepmann, F. Poolmann, E.-A. Schepmann. Harfenmusik: Silke Aichhorn (www.silkeaichhorn.de)
© Stiftung Marburger Medien

Der leise Klang der Hoffnung

Zwei Geschichten voller Hoffnung:
Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel und die Geschichte „Der kleine weiße Spitz war schuld“.

Sprecher: P. Schepmann, F. Poolmann, E.-A. Schepmann.
© Stiftung Marburger Medien

Unvergessliche Begegnungen

Die Geschichte vom schwarzen Schaf an der Krippe

Mit freundlicher Genehmigung von Tilmann Kugler. Die Geschichte von Paul hat Jürgen Welzel aufgeschrieben. Gesprochen von E.-A. Schepmann, P. Schepmann, F. Poolmann und C. Mischke. © Stiftung Marburger Medien

achten!

Impulse & Geschichten

Die Weihnachtsgeschichte

Überall war Betrieb. Volkszählung.
Die Menschen beschäftigten sich mit sich selber.
Der Kaiser wollte Zahlen. Gott wollte Menschen.
Gott liebt Menschen. Er liebt sie über alles. Er liebt jeden von uns.
Deshalb wurde er in Jesus Christus Mensch. Unglaublich.
Gott, der Allmächtige, der Schöpfer der Welt und des Lebens,
wird als Mensch in einem Stall geboren.

„Ich bin das Licht der Welt!“ – sagt Jesus später von sich selbst.
Wo Jesus ist, da wird es hell. Wo Jesus Herzen berührt, geschieht Erneuerung.
Die Hirten machten sich auf den Weg.
Die Sterndeuter folgten dem Stern durch die Wüste.
Viele Menschen haben seitdem der Weihnachtsbotschaft vertraut:
„Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Retter geboren!“
Weihnachten ist Licht. Weihnachten ist Leben. Leben von Gott.
Neues Leben. Ewiges Leben. Leben mit Jesus.

Die Geschichte vom roten Bagger

Ich bin in einem Geschäftshaushalt aufgewachsen, und wir Kinder mussten schon früh kräftig mit anpacken. In der Vorweihnachtszeit ging es besonders hoch her und die Hektik nahm von Jahr zu Jahr zu. Nur an den Adventssonntagen hatte die Familie Vorrang. Es wurde viel gesungen und erzählt. Die Eltern nahmen sich Zeit und machten es uns Kindern richtig schön. Mein Vater war ein Meister im Geschichtenerzählen, und meine Mutter organisierte mit viel Phantasie und wenig Aufwand den romantischen Rahmen.

In unserem Haus wohnte auch eine Witwe, die durch den Krieg ihre Heimat verloren hatte und bei uns untergekommen war. Am Heiligen Abend war sie immer zur Bescherung eingeladen. Nach der Christvesper und einem festlichen Abendessen las Vater das Weihnachtsevangelium vor. Dabei wurde mir die Zeit bis zur Bescherung immer unerträglich lang. Noch ein Lied und noch ein Gebet – endlich war es so weit. Der große Tisch, auf dem die Geschenke lagen, war mit einem Tuch zugedeckt. Als Jüngster durfte ich mit dem Auspacken beginnen. Das erste Geschenk sehe ich heute noch vor mir: Es war ein wunderbarer Werkzeugkasten, den mein Vater selbst geschreinert hatte. Doch bevor ich mich richtig bei meinem Vater bedanken konnte, reichte mir Tante Babette, die Flüchtlingsfrau aus Ostpreußen, ihr Geschenk. Ein knallroter Plastikbagger. Hohl und schlicht, weder ferngesteuert noch motorisiert, – aber eben knallrot. Dieses einfache Ding faszinierte mich derart, dass der von meinem Vater liebevoll gefertigte Werkzeugkasten für den Rest des Abends unbeachtet unter dem Weihnachtsbaum liegen blieb.

Tante Babette hatte es gut gemeint und war entzückt über meine Begeisterung. Und ich war für den Rest der Heiligen Nacht Baggerfahrer. Plätzchen und Nüsse wurden von der Schüssel auf den Teller gebaggert. Holzklötze und Dominosteine wanderten von einer Kiste in die andere. Ich war völlig verliebt in das rote Plastikgehäuse und vergaß alles andere um mich herum. Wahrscheinlich habe ich das Ding sogar mit ins Bett genommen. Ein paar Tage nach Weihnachten war der Bagger kaputt. Ich hatte ihn zu Schrott gebaggert.

Erst jetzt fiel mir das Geschenk meines Vaters wieder ein. Der Werkzeugkasten … Verschämt holte ich ihn unter dem Weihnachtsbaum hervor. Massives Buchenholz, die Ecken fachmännisch gezinkt, jedes Werkzeug war durch eine hölzerne Halterung fixiert, das ganze sauber lackiert und mit einem Schloss versehen – ein Prachtstück. Plötzlich wurde mir bewusst, wie viel Zeit Vater zugebracht haben muss, um mich damit zu beschenken. Er ging morgens um 6 Uhr in die Zimmerei und kam abends selten vor 18.00 Uhr nach Hause, um dann gleich wieder im Büro zu verschwinden. Den Kasten musste er nachts gebastelt haben. Ich war ihm so viel wert, dass er die wenigen wohlverdienten Stunden Schlaf für mich geopfert hatte. Und ich hatte dieses kostbare Geschenk bisher gar nicht beachtet. Mit feuchten Augen und traurigem Herzen schlich ich irgendwann zu meinem Vater und habe mich bedankt. Er sagte nicht viel, strich mir nur zärtlich über den Kopf und ermunterte mich, nun bald mit dem Werkzeug etwas zu basteln. Damit war ich erlöst. Das war wie eine zweite Bescherung.

Jürgen Mette


Es kann sehr schön sein, an Weihnachten mehr oder weniger tief in den Brunnen seiner Kindheit zu fallen. Doch oft ist es auch ziemlich schmerzhaft und belastend. Wie auch immer wir es erleben: Wenn dabei in unserem Herzen der Wunsch oder sogar die tiefe Sehnsucht wächst, Jesus unser Leben anzuvertrauen, dann ist es vielleicht genau der Weg, auf dem wir Frieden für unser Leben finden.

Das folgende Gebet ist ziemlich schlicht. Aber wenn es Ihrem Bedürfnis entspricht, dann lade ich Sie ein, es ganz einfach zu Ihrem eigenen zu machen.

„Herr Jesus Christus. Hier bin ich.
Mit einem Herzen voller Gefühle und voller Sehnsucht.
Danke, dass das Fallen in den Brunnen meiner Erinnerungen bei dir sein Ziel finden darf.
Nimm dieses Fallen in deine Hände.
Nimm mein Leben in deinen Schutz und Frieden.
Bitte komm in mein Herz und verlass mich nie mehr.
Amen.“

Traditionen auf der Spur

Advent bedeutet Ankunft und erinnert daran, dass Jesus Christus zu uns Menschen kommt.
Jeder der vier Adventssonntage hat dabei seinen besonderen Akzent.

  1. Advent – Jesus wird angekündigt

Bereits in den seit 450 v. Chr. schriftlich vorliegenden Texten des Alten Testaments wird die Geburt von Jesus Christus angekündigt. Der Prophet Jesaja beschreibt es so: „Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den wir sie Immanuel nennen, d.h. Gott mit uns“ (Jesaja 7,1). Auch in vielen anderen Texten wird das Kommen und Wesen des Erlösers und Retters vorhergesagt. Wer die Geschichte von Jesus mit offenem Herzen liest, wird spüren, dass es eine wunderbare Geschichte Gottes ist, die auch für unser Leben Bedeutung haben soll.

  1. Advent – Jesus kommt zur Welt

Mit der Geburt Jesu im Stall von Bethlehem gingen die alten Prophezeiungen in Erfüllung. Gott kommt zu uns. Er ist nicht mehr fern und unnahbar. Er schenkt uns seinen Sohn als Zeichen seiner großen Liebe. Die Geburt von Jesus ist das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte. Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, hat einmal gesagt: „Es ist nicht so entscheidend, dass der Mensch seinen Fuß auf den Mond gesetzt hat. Viel wichtiger ist, dass Gott seinen Fuß auf die Erde gesetzt hat.“

  1. Advent – Jesus wird in unseren Herzen geboren

Das Kind in der Krippe ist der Sieger über den Tod. Als Heiland und Erlöser nahm er die Sünde der ganzen Welt und jedes Menschen auf sich und starb für uns am Kreuz. Mit seiner Auferstehung hat er den Tod besiegt. Weil er lebt, ist er auch heute für jeden Menschen erfahrbar. Wer ihm vertraut, erlebt, dass Jesus in seinem Herzen geboren wird. Wer sich ihm anvertraut, bekommt Frieden und ewiges Leben geschenkt.

  1. Advent – Jesus kommt wieder

Die letzte Adventskerze steht für ein Ereignis, das noch aussteht. Glaubende Menschen warten konkret darauf. Jesus hat gesagt, dass er am Ende der Zeit wiederkommen wird: Um diese alte Welt zu beenden und eine neue Welt zu schaffen. Als Richter für alle Ungerechtigkeit und um denen, die ihm vertrauen, ewigen Frieden zu schenken. Wer ihn ihm Herzen hat, für den gilt: „Siehe, ich mache alles neu. Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Und der Tod wird nicht mehr sein. Denn das Erste ist vergangen.“ (Die Bibel: Offenbarung 21,4)

Lebendige Traditionen

Sie gehören für uns zu den besonderen Traditionen an Weihnachten: Die wunderbaren Schokoladenplätzchen unserer Freundin Sonja. Schon Wochen vorher freuen wir uns auf die kleinen Köstlichkeiten, die nicht fehlen dürfen, wenn es darum geht, entspannt zu feiern und es sich gut gehen zu lassen.

Traditionen gehören zu Advent und Weihnachten wie Ochs und Esel, Adventskranz, Tannenbaum und schöne Geschenke. Manchmal hat man allerdings den Eindruck, das Kind in der Krippe gehört auch dazu. Und es gibt nicht wenige, die sind der festen Überzeugung, das ganze Weihnachtsfest sei eine einzige schöne, manchmal aber auch ziemlich belastende Tradition. Das wäre allerdings bedauerlich und geradezu tragisch. Denn es gibt keine Zeit, die uns so anschaulich vor Augen führt, dass Gott uns liebt, wie die Advents- und Weihnachtszeit.

Gott schenkt uns seinen Sohn.
Mit ihm öffnet sich für uns der Himmel.
Gott schickt uns den Erlöser.
Durch ihn finden wir Frieden, Vergebung und ewiges Leben.
Gott will auf keinen von uns verzichten.
Darum verlässt Jesus die Herrlichkeit bei seinem Vater
und wird unser Retter und Erlöser.

Das ist mehr als schöne Tradition.
Das ist unsere Chance zu Leben und Seligkeit.
Das sollten wir uns nicht entgehen lassen.
Mit weniger sollten wir uns nicht zufrieden geben.
Greifen wir zu.

Bernhard Matzel

Zauber der Weihnacht

Lebendige Traditionen sind etwas Großartiges. Bis heute erinnere ich mich an die glänzenden Augen meines Großvaters, wenn er am 2. Weihnachtsfeiertag seine geliebten Mohnkliesla (eine schlesische Süßspeise) von meiner Mutter serviert bekam. Seine kindliche Freude verbreitete eine einzigartige Stimmung, die zu den Höhepunkten an Weihnachten gehörte.

Wie gut, dass es sich bei der Weihnachtsgeschichte um weit mehr als nur eine schöne Tradition handelt. Es ist unser Glück, dass Jesus Christus, Gottes Sohn, der in der Nacht von Bethlehem geboren wurde, uns in jedem Augenblick unseres Lebens zur Seite steht. Damals hat der Himmel zum ersten Mal die Erde berührt – Gott wurde Mensch. Die Welt wurde mit einem Retter, einem Tröster, einem Heiland beschenkt. Dieses Geschenk Gottes liegt auch heute für uns bereit. Mutter Teresa hat einmal gesagt, „Kein Mensch ist weiter als ein Gebet von Gott entfernt“. Sie wollte damit zum Ausdruck bringen, dass wir Gott durch Jesus Christus ganz persönlich erfahren können. Jesus will auch für uns Helfer, Tröster und Erlöser sein. Er will unser Leben in seine Fürsorge nehmen und uns täglich den Zugang zum Himmel offen halten. Wer sich in diese Lebensbeziehung zu Jesus einladen lässt und seinen Alltag mit Jesus teilt, wird im Leben und im Sterben ein tragfähiges Fundament haben. So kann die Weihnachtsgeschichte auch heute zur Geschichte Gottes mit unserem Leben werden.

Bernhard Matzel

 

In der Nacht von Bethlehem, da ist ein Kind geboren.
Gottes Liebe kam zu uns, wir sind nicht mehr verloren.
Jesus, Heiland der Welt.

Peter Strauch