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Wie Smilinguido von Brasilien nach Marburg kam ...

 

Alles begann 1924 mit einem Blatt im brasilianischen Regenwald und einem deutschen Auswanderer, der dieses Blatt fand. Es war ein weggeworfenes Traktat vom Deutschen Gemeinschafts-Diakonie-Verband, zu dem heute die Stiftung Marburger Medien gehört. Wie das Blatt in den Urwald kam, weiß bis heute niemand.

 

Für den Auswanderer war es ein Zeichen Gottes. Er verwahrte es wie einen Schatz. Schließlich schrieb er an die Marburger Adresse und bat um die Entsendung eines Lehrers. Daraufhin wurden zwei Missionare entsandt und im Laufe der Jahre entstanden die „Marburger Brasilienmission“ und die „AICD“, ein bedeutender Kirchenbund in Brasilien.

 

 

 

1980 begann eine kleine Gruppe junger Christen in einer Garage der AICD-Gemeinde von Curitiba/Brasilien ganz besondere Ameisen zu zeichnen. Sie wollten mit wertestiftenden Medien  Kindern den Glauben nahe bringen. Neun Jahre später wurden diese Geschichten vom Verlag „Luz e Vida“ veröffentlicht. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die Ihresgleichen sucht. Die kleine Ameisen sind heute in Brasilien überall präsent.

 

 

 

Im Herbst 2008 erhielt die Stiftung Marburger Medien überraschend Besuch. Josue Brepohl, 
Präsident der brasilianischen Kirche AICD, stand vor der Tür und mit ihm im Gepäck eine kleine Regenwaldameise – namens Smilinguido. Seine Geschichte, die er dann erzählt, endete mit den Worten: „Das zerrissene, weggeworfene Blatt aus Marburg ging damals im Urwald fast verloren. Nun soll es dahin zurückkommen,  von wo es vor mehr als 80 Jahren ausgesandt wurde.“ Verbunden damit war das Angebot, die Marke Smilinguido in Deutschland zu veröffentlichen. 2010 erhält die Stiftung Marburger Medien exklusiv die Rechte, Smilinguido in Europa aufzulegen.